Werdet mündig, werdet mutig! – Eine Geburtsbegleiterin erhebt das Wort

frank morschner
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Über die katastrophalen Zustände auf den Geburtenkliniken aufgrund der Corona-Maßnahmen

Rede von Friederike Pfeiffer de Bruin von KlagePaten – Querdenken-Demo Mannheim, 13.9.2020

Mitschrift, 21 Minuten

 

Friederike Pfeiffer von Bruin Rede in Mannheim
Friederike Pfeiffer de Bruin bei Ihrer Rede « Werdet mündig, werdet mutig! » in Mannheim Mitte September 2020.

 

Einer meiner Grundwerte: Auch Toleranz und Respekt und Wohlwollen gehören zu meinen Grundwerten und zu den Werten, für die ich jetzt auch in der Bewegung stehe.

 

Weil das Thema rechts und links immer wieder aufgegriffen wird. Eigentlich wollte ich dazu nichts mehr sagen, aber es scheint doch ein Dauerbrenner zu sein. An dieser Stelle grenze ich mich ausdrücklich ab gegen Extremismus und Dogmatismus und Menschenverachtung jeglicher Couleur.

Es ist mir persönlich völlig egal, ob sich jemand rechts von der Mitte (von Euch ausgesehen) oder links von der Mitte einordnet. Wenn Menschen menschenverachtend handeln, dann geht das nicht.

Artikel 1 in unserem Grundgesetz gilt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ 

Aber dieses Linksrechts-Thema ist eigentlich ganz interessant. Damit kann ich meinen Beitrag hier« rahmen« .  Ich bin Doula, ich bin Geburtsbegleiterin. Ich mach’ psychosoziale Geburtsbegleitung, oder hab’ das gemacht bis zu einer schweren Erkrankung. Und das Thema „Rechts und Links“ war mir vor einigen Wochen also überhaupt nicht mehr klar. Was bedeutet das eigentlich, wenn jemand als rechts eingestuft wird? Oder was bedeutet links? Und ich hab’ mich dann informiert bei Menschen, bei Autoren, bei Journalisten, bei politisch aktiven Menschen, die schon seit Jahrzehnten sich damit auseinandersetzen. Weil ich verstehen will, was ist traditionell rechts? 

Traditionell rechts sind autoritäre Strukturen. Und traditionell links sind egalitäre Bestrebungen. Egalitär heißt gleichberechtigt. Autoritär heißt, es gibt ein Machtgefälle. Und dieses Thema „Machtgefälle, Machtstrukturen“ ist im Gesundheitswesen omnipräsent. Wir sind eigentlich im Übergang zu n’em anderen System: Es gibt Ärzte, die sich schon abgekehrt haben von paternalistischen Modell. Aber dieses paternalistische Gesundheitswesen das lebt fort, auch wenn es fortschrittliche Medizinerinnen und Mediziner gibt. 

Was bedeutet „paternalistisch“? Da steckt das Wort „Vater“ drin. Und paternalistisch bedeutet: „Ich kann einschätzen, was das Richtige für dich ist, auch wenn du völlig anderer Meinung bist. »

Paternalistisch … Also das paternalistische Gesundheitssystem ist ein System der Bevormundung.

Ich hab’ O-Töne mitgebracht. Ich habe einen Aufruf gestartet und Frauen gebeten, und Hebammen gebeten, Frauen, Männer, Mütter, Väter und Geburtsbegleiterinnen gebeten, mir zu schreiben, wie sie derzeit den Kreissaal erleben und wie sie derzeit … oder, wie das Gebären in Zeiten von Corona sich anfühlt. Und ich möchte einigermaßen unkommentiert daraus was vorlesen. 

Erst die Mütter: 

Nachts, am Seiteneingang am Krankenhaus angekommen, empfangen uns eine Krankenhaus-Mitarbeiterin und ließ die Bombe platzen: Mein Mann dürfe jetzt nicht mit hinein. Meine Wehen waren weg, mein Mann raunte mir durch die geschlossene Glas-Schiebetür „Ich liebe dich!“ zu. Und ohne Wehen saß ich dann auf Station. 

Zu keiner Zeit durfte mein Partner bei mir sein. Im Gang umherlaufen, war keine Option, da dort zu jederzeit Maskenpflicht herrschte. (Wurde auch streng umgesetzt.) Ich aber unter dieser kaum Luft bekam, schon gar nicht während der Wehen. 

Als dann die Wehen anfingen, bekam ich keine Luft mehr durch die Maske und ließ sie daher fast nur noch unten, um atmen zu können. Das hat auch niemanden gestört, bis auf eine Hebamme. Die war darüber ziemlich sauer und sagte: „Ziehen Sie Ihre Maske auf! Sie sind hier nicht zu Hause!“ 

Und das mitten in meinen Wehen! Das hat sich bei mir eingebrannt. Mein Mann hat dann Partei für mich ergriffen und ihr gesagt, dass ich keine Luft bekomme und sie mich bitte unterstützen oder gehen soll.

Eine Frau musste nach der Geburt nochmal ins Krankenhaus. Doch dort wollte man wegen Corona nur mich einweisen, ohne mein Neugeborenes. Der Kleine muss draußen bei Papa bleiben. Nach einigen Stunden hatte er natürlich Durst und weinte sehr. Sein Dad rief in der Notaufnahme an, damit ich ihn stillen konnte. Aber ich durfte nicht, wegen Corona. Der Kleine weinte so sehr, dass man mit ihm zur Kinderstation lief. Es war mittlerweile Abend und man fragte nach einem Fläschchen. Doch das wurde den schreienden Neugeborenen verweigert. 

Dann gibt’s ’ne eingeleitete Geburt. Nach drei schlaflosen Tagen und Nächten kam in einer schweren Geburt unsere Tochter zur Welt. Ich war glücklich, aber auch absolut erschöpft. Nach einer Stunde im Kreissaal wurde ich mit dem Baby auf Station verlegt. Mein Partner musste gehen, aufgrund der Corona-Regeln. Ich war so überfordert mit der Situation und so erschöpft. Beim ersten Mal Aufstehen, brach mein Kreislauf zusammen und ich bat die Schwestern, mir bitte mit dem Baby zu helfen. Jedoch waren diese nach dem zweiten Klingel schon total genervt. Ich hätte meinen Partner so sehr an meiner Seite gebraucht und es blieb mir verwehrt. Jedes Mal, als mein Partner nach einer Stunde gehen musste, war ich so traurig und niedergeschlagen. 

Was mir und meinem Mann aber bis dahin die größten Sorgen und Ängste gemacht hat, war die Tatsache, dass ich täglich, ja stündlich die Situation in den Kliniken geändert hat. Mal war der Mann bei der Geburt erlaubt, mal nicht. Mal waren Besuche erlaubt, mal nicht. Ich hatte große Angst davor, dass ich die Geburt ohne meinen Mann meistern musste. Er war schon bei unserer ersten Tochter mit dabei und das er die Geburt unserer zweiten Tochter nicht miterleben würde, macht schon fast Panik in mir. Wer sollte sonst auf mich aufpassen und für mich und unser Baby einstehen,  wenn er nicht da ist? [Interessant, dass sich Frauen darüber Gedanken machen, vor der Geburt.] Als es dann soweit war, durfte er mit in den Kreissaal und ich war sehr erleichtert. Trotzdem waren Besuche nicht erlaubt. Wir waren drei Tage im Krankenhaus, weil unsere Kleine mit der Atmung Probleme hatte. Es war schwer, dass uns noch nicht einmal unser Papa besuchen konnte. Und auch wenn diese Zeit nun für uns vorbei ist und wir eigentlich noch Glück hatten, so steckt die Angst noch tief. 

Und das ist nur ein kleiner Auszug, ein klitzekleiner Einblick in den Alltag unserer Geburtskliniken derzeit.

Hebammen berichten: 

Mitte Juli bekamen wir die Anweisung, dass Frauen unter der Geburt eine Maske tragen müssen. Wir haben uns als Team gewehrt. Und so wurde entschieden, dass es das Ermessen der betreuenden Hebamme ist: Die Frauen müssen bei keiner Hebamme unter der Geburt eine Maske tragen. Die Männer bei manchen Kolleginnen schon. Es scheint ein sehr intelligentes Virus zu sein, oder sexistisch — wer weiß … 

Meine Kolleginnen haben alle die unterschiedlichsten Auffassungen von Angst bis Gehorsamspflicht. Ich selbst habe die Maske fast immer unterm Kinn hängen, sodass es aussieht als müsste ich gerade Mal Luft holen.

Ich bin Hebamme und erlebe die Mütter ängstlicher als sonst. Das Maskentragen der Schwangeren werte ich als Körperverletzung an ihnen und fahrlässige Gefährdung der Ungeborenen. [Das ist immer noch O-Ton von der Hebamme, nicht von mir.]

Mich als Hebamme stimmt der Umgang mit Krankheit und deren Pathogenese, der fehlende Fokus auf Gesundheitsprävention und psychische Stabilität sehr bedenklich. Der Angriff auf alternativdenkende Ärzte, Heilpraktiker, der weitere Abbau des Datenschutzes im Bereich der medizinischen Daten, die Einschränkung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit durch das Infektionsschutzgesetz, zum Beispiel im Fall einer Impfpflicht während einer Pandemie — die hat jetzt eine gesetzliche Grundlage: Man darf uns Zwangstesten und Zwangsbehandeln während der nationalen epidemischen Lage, Paragraph 20 Absatz 6 im Infektionsschutz-Gesetz. 

Die Masern-Impfpflicht sowie die neuesten Empfehlungen zur Grippeschutzimfpung für Schwangere, Babys und Kinder. Alldem stehe ich persönlich sehr bedenklich gegenüber. Bei uns muss keine Frau mit Maske gebären. Angesteckt hat sich keine der vierzig Hebammen. 

Ergänzend kann ich sagen, es gibt auch keinen Einzigen an oder mit COVID verstorbenen Säugling. Und ich hab mal geschaut: Unter den 9300 mit COVID verstorbenen Menschen befinden sich Frauen im gebährfähigen Alter im einstelligen Bereich. Und das ist … Das entspricht den ganz normalen Durchschnitt der Sterblichkeit in diesem Land.

Wir erleben seit Monaten, dass Macht … dass mit einem Macht-Instrument gearbeitet wird, was heftiger nicht sein kann — der Todesangst. 

Ich bin nicht nur Geburtsbegleiterin, ich bin auch Sterbebegleiterin. Und ich fordere uns gesellschaftlich heraus, uns mit dem Thema Sterben mal auseinanderzusetzen.

Bis wir sterben, sind wir gar nicht so zerbrechlich. Unser Immunsystem arbeitet fantastisch und es gibt Methoden, wie auch Risikogruppen unterstützt werden können. Ich hab zu Beginn der ganzen Geschichte im Lockdown Anträge gestellt. Ich bin …. Hab ich am Anfang schon mal erwähnt, vor zwei Jahren selber sehr, sehr schwer erkrankt und musste mich dadurch mit meinem Immunsystem intensiv auseinandersetzen. In der Schulmedizin hat man nämlich keine Heilung für mich gesehen. 

Da hat man mir geraten, zu beten. Und ich hab dann … nicht nur gebetet, sondern mich intensiv in die Materie eingearbeitet. Und das ist das, was im paternalistischen Gesundheitswesen nicht unterstützt wird. Wir können uns aber aus diesem System befreien, nur indem wir mündig werden. Und indem wir aufhören, abzuwarten. Aufhören, auf die richtigen Antwort zu warten. Aufhören zu warten, dass immer jemand, der es besser weiß, für uns gute Entscheidungen trifft. Und das gilt auch für diese Bewegung hier. 

Ich gehe ja auf vielen Demos auch durch die Leute und ich bin vielfach auch mit Markus unterwegs, der ja als Jurist ziemlich bekannt geworden ist, und was mich sehr sehr nachdenklich stimmt, ist, dass immer wieder Menschen auf uns zukommen und sich fast unterwürfig bei uns bedanken. Und ich möchte euch bitte auffordern: Hört auf damit!

Wir sind halt ein bisschen mehr in der Öffentlichkeit. So what! Wir stehen alle auf der gleichen Stufe. Und wenn ihr nicht aufsteht und aktiv werdet und genau für das einsteht, für das, was Ihr wollt, dann wird sich wenig ändern. Und das ist ’ne Nachricht an die ganze Bewegung: Hört auf, auf Michael Ballweg zu warten. Werdet selber aktiv! Warum sitzen wir hier im Grünen? Warum sind wir nicht in der Stadt und kommen mit den Leuten ins Gespräch. Wir müssen nicht immer zusammen ’ne Großveranstaltung machen.

Fangt an, wieder in den Kontakt zu gehen! 

Ich nehm’ auch wahr, dass es eine  eine Art von „Wir gegen Die-Dynamik“ gibt. Das ist auch falsch! Wir sind alle im selben Boot! Auch die Menschen, die noch überhaupt nicht nachgedacht haben über die Maßnahmen sind unsere Mitmenschen! Und auch für die gilt: Wir sind verbunden, wir sind im gleichen Boot. Und ich möchte, dass das aufhört. Dass auch die Spaltung in unserer Bewegung aufhört. Und das fängt hier drinnen an, bei jedem Einzelnen. Das fängt auch da an, wo ich vielleicht im im Stillen … Ich schweife…. Ich schwenke gerade um. Das hat auch mit diesem Machtgefälle, diesem Autoritärem zu tun, wo wir ja alle drin aufgewachsen sind. 

Wir glauben, nur weil wir andere Informationen haben, sind wir besser. Dann haben wir was nicht begriffen! 

Und es ist falsch, über Menschen zu urteilen. Und es ist auch falsch über Menschen zu urteilen, die glauben das ’ne Maske hilft. Ich gehe davon aus, dass Menschen immer ihr Bestes geben und das Menschen auf der Basis dessen handeln, was sie wissen. Und ich sehe eine Riesen-Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen und Wissen zu teilen. Das bedeutet aber auch, dass ich mich drauf einlassen muss und davon ausgehen muss, dass ich gar nicht alles weiß, sondern dass mein Gegenüber auch ’ne wertvolle Perspektive hat und mir was mitteilen kann, was mir hilft.

Und das möchte ich anregen. Es gibt kein „Wir“ und „Die“! Wir sind jeder Einzelne für uns selber verantwortlich. Und in jeder Begegnung zeigt sich, wie groß ich bin, indem ich auf den Anderen eingehen kann oder nicht. Indem ich auch mal meine Meinung zurückstellen kann und mich wirklich auf eine Begegnung einlassen kann, in der Meinungen vielleicht gar nicht so wichtig sind. 

Wie kann das angehen, dass durch Familien Risse gehen, das Beziehungen kaputtgehen? Wollt ihr das? 

Und was können wir dazu beitragen, dass diese Risse und Spalten wieder heilen? 

Ich weiß nicht, wie’s weitergeht, ich hab keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich für Menschenwürde auf die Straße gehe, für Selbstbestimmung, für Freiheit. Und Freiheit beginnt hier drin! Wir sind alle gefesselt… Ich weiß nicht, ob Ihr das Bild kennt, von dem Elefanten, der im Zirkus seine Kraft zeigt, und nach der Show wird er angepflockt, mit ’nem kleinen Holzpflock, und der flieht nicht. Das sind die inneren Fesseln! Und genauso sind wir auch.

Jedes Mal, wenn wir glauben, ich kann das nicht, ich bin nicht gut genug, ich muss auf Erlaubnis warten, dann gehen wir zurück in eine kindliche Haltung. Da ist wieder dieses paternalistische System. Wir gehen in eine kindliche Haltung und ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir erwachsen werden, und dass wir mündig werden und dass wir mutig werden. 

Dafür braucht niemand die Erlaubnis. Aber ich weiß, dass es pädagogisch manchmal ganz sinnvoll ist, aus sowas auszubrechen oder auch psychologisch: Hiermit gebe ich Euch allen die Erlaubnis, absolut selbstständig, selbstbestimmt und mutig Euer Weg zu gehen.  

Es gibt sehr, sehr viele Informationen auch zum Thema Patientenrechte. Wer seine Rechte kennt, kann auch dafür einstehen. Informiert Euch, informiert Eure Kinder, informiert Eure Lieben! Und für alle werdenden Mütter und Väter, wir haben auf klagepaten.eu Informationsschreiben zum Thema Maskenpflicht im Kreissaal und ’ne Haftungserklärung für die Angestellten im Kreissaal, sodass die Haftung für Gesundheitsschäden, auch psychischer Art, übernommen wird. Bitte sagt das weiter!

Mitschrift: Frank Mörschner, 21 September 2020

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